Vom Schnepfenflug bis zum Gerümpel

Warum unsere Lagen so hervorragende Weine liefern

Die Weinrebe kam mit den Römern in die Pfalz, weil sich hier hervorragende Anbaubedingungen boten. Inzwischen werden hier weit mehr als die Hälfte der Weine trocken oder halbtrocken ausgebaut. Die heutigen pfälzischen Weißweine können mit denjenigen in bekannten Anbaugebieten wie Burgund oder Friaul ohne weiteres mithalten. Auch Rotweine wie der Dornfelder konkurrieren, vor allem bei Barriqueausbau, mit Spitzenerzeugnissen aus der Toskana oder aus Bordeaux.

Selbstverständlich stellt der Weinbau gewisse Ansprüche an Boden und Klima, die glücklicherweise in Friedelsheim erfüllt werden können. Unterschiedliche Böden, vom sandigen Lehm- bis lehmigen Sandboden, sowie Löß-Lehmböden, lehmige Ton- und Muschelkalkböden lassen die nach sorgfältiger Auswahl des Standortes angepflanzten Rebsorten hervorragend gedeihen.

So reifen in der Friedelsheimer Gemarkung immer wieder echte Spitzengewächse, aus denen auch die “Spezialitäten” Gewürztraminer und Spätburgunder gewonnen werden. Die bekanntesten Weinlagen sind Forster Schnepfenflug, Friedelsheimer Schlossgarten, Friedelsheimer Gerümpel und Deidesheimer Hofstück.

Forster Schnepfenflug

Der Forster Schnepfenflug umfasst auch Deidesheimer, Friedelsheimer und Wachenheimer Flächen. Hier bauen wir in erster Linie unsere Rieslinge an. Sandiger Lehm und toniger Sand optimieren die Reifebedingungen durch eine ausreichende Wasserversorgung.

Der Geschmack variiert dabei zwischen blumig schlankem bis zu kräftig mineralischem Bukett, abgerundet mit einer feinen Säure. Es sind frische, fruchtbetonte Weine mit leichtem Körper und verspieltem Gaumenfluss, also die idealen Apero- und Sommerweine.

Friedelsheimer Schlossgarten

Der Friedelsheimer Schlossgarten ist Teil der Großlage Forster Schnepfenflug. Es handelt sich um eine ausgezeichnete Lage, auf der Klassiker wie Riesling, Silvaner, Weißburgunder, Kerner und Müller-Thurgau bei den Weißweinen, Spätburgunder und Cabernet Sauvignon bei den Rotweinen angebaut werden.

Die Böden, auf denen die Rebstöcke wachsen, setzen sich aus Kalkstein, Letten (Lehm) und Kalk zusammen. Der Geschmack variiert bei den Rieslingen zwischen blumig schlankem bis zu kräftig mineralischem Bukett, abgerundet mit einer feinen Säure. Die Rotweine besitzen nachhaltige kräftige Fruchtaromen ohne schwer zu wirken.

Friedelsheimer Gerümpel

Das Friedelsheimer Gerümpel ist Teil der Großlage Deidesheimer Hofstück. Möglicherweise ist der Name auf einen früheren Besitzer zurückzuführen, denn gemäß einer Urkunde von 1499 hat ein Philipp von Bechtolsheim seinem Vetter Grympel (auf Grimbald zurückgehender Vorname) dieses Flurstück abgetreten. In anderen Dokumenten wird die Lage auch als „Crumpel“, „Krümpell“ und „Grümbel“ bezeichnet, was auch eine Deutung nach dem „krümeligen Boden“ zulässt.

Die Weinberge sind nach Süden bis Südosten ausgerichtet und liegen in 115 bis 125 Meter Seehöhe mit 5 bis 20 % Hangneigung. Die Böden bestehen aus lehmigen Sandsteinverwitterungen, die mit Kalkmergel durchzogen sind. Hier bauen wir Muskateller,Chardonnay und unseren Gewürztraminer, an, eine der hochwertigsten deutschen Rebsorten.

Friedelsheimer Rosengarten

Der Friedelsheimer Rosengarten ist Teil der Großlage Deidesheimer Hofstück und bietet mit seinem leicht erwärmbaren Boden, in Kombination mit dem milden Klima der Mittelhaardt, ideale Voraussetzungen für volle und edle Rebsorten. Hier gedeihen Riesling, Spätburgunder und Portugieser.

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